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01.07.2001

Das war so ein Moment im Leben, in dem man das Gefühl hat ein Tor zu einer unbekannten Welt, von dessen Existenz man bislang nur vom Hörensagen wußte, würde unvermittelt aufgehen und neue Wege freigeben. Der Zeitpunkt bot sich an. Es war Mitte Dezember und während Andere der Tristesse der winterlichen Schneematschstimmung und dem hektischen Treiben des vorweihnachtlichen Einkaufswahn den Rücken zukehren, um in wärmere Gefilde zu fliehen, verbrachte ich die Tage damit meiner  Diplomarbeit den letzten Feinschliff zu verpassen. In 6 Wochen sollte das Thema Studium für mich Geschichte sein.

In kreativen Pausen, und derer waren nicht wenige, machte ich mir gelegentlich Gedanken darüber, was eigentlich "danach" passieren sollte. Aus und vorbei mit dem Studentenleben und hinein in die unbarmherzige Arbeitswelt? Das wäre für mich kein großes Problem gewesen, schließlich arbeitete ich seit dem ersten Semester nebenbei, um mein Studium zu finanzieren. Einen Arbeitsplatz hatte ich auch schon so gut wie in der Tasche aber dann war da noch dieser Wunsch, oder mehr noch, der Drang nach Veränderung. Wie schon erwähnt, der Zeitpunkt kurz vor Beendigung meines Studiums war günstig und ließ mich in diesem bestimmten Moment, am Schreibtisch vor meinem Computer sitzend, die entscheidende Frage vormulieren:"Was hält Dich eigentlich davon ab eine Weltreise zu machen"? Whoau! Das schlug ein. Ich hatte den Eindruck klarer und mehr zu sehen als noch vor wenigen Sekunden. Dieser Geistesblitz durchfuhr mich und traf     mitten in das Epizentrum meiner Sehnsüchte. Sicher, viele liebäugeln mal mit dem Gedanken und träumen davon die große weite Welt zu bereisen, auch ich tat das, aber den Wunsch wirklich in die Tat umsetzten!? Seit diesem Moment drehte sich alles bei mir, von meiner Diplomarbeit mal abgesehen, um die Weltreise.

Ein halbes Jahr später saß ich in einer Maschine der Iceland Air und versuchte durch das Einheitsgrau der Wolkendecke hindurch das Profil von Island zu erkennen. Den Rucksack mit dem Nötigsten gepackt und mit großer Vorfreude auf das erste Ziel meiner Reise ließ ich alles hinter mir und war bereit die Welt zu entdecken.

"Einmal um die ganze Welt...", den Schlager von Karel Gott immer auf meinen Lippen führend, bereiste ich Island, die USA, Chile, Argentinien, Hawaii, Neuseeland, Australien, Bali und Sizilien. Ich bin heute noch immer elektrisiert, wenn ich an die schönsten Orte zurückdenke. Die urzeitliche schöne Landschaft  Islands, die großen Nationalparks der USA und die faszinierende Bergwelt Patagoniens durfte ich kennenlernen. Aus nächster Nähe miterleben, wie Lava ins Meer fließt und oder wie Europas höchster Vulkan, der Etna, so gewaltige Stöße von sich gibt, dass man unweigerlich vor Schreck in die Knie geht, gehören sicherlich zu den beeindruckendsten Erlebnissen und führen einem vor Augen welche Position dem Menschen in der Natur eingeräumt wird. Eben einer unter vielen zu sein und nicht die "göttliche Krönung der Schöpfung" darzustellen, die sich der Tiere, der Pflanzen und der Erde Untertan machen soll. Auch Begegnungen mit Tieren wie z.B. einem 600 Kilo schweren Moose Bullen (Elch), welcher mir den Weg auf einer Wanderung in den Rocky Mountains versperrte und meinte seine beiden Weibchen verteidigen zu müssen und mich deswegen angriff zeigten mir, dass ich als Teil der Natur gelte und nicht über ihr stehe. Nie werde ich die Neugierde und die Verspieltheit der Keas, einer Papageienart, die in Neuseeland beheimatet ist, vergessen. Kein anderes Tier    hat mich bislang mehr begeistert als diese Vögel, die keine Scheu im Umgang mit dem Menschen zeigen und an dem Gummi meiner Schuhsohlen herumgepult und kleine Stücke herausgerissen haben. Wohlgemerkt während ich sie an hatte!

Auf meiner Reise habe ich viele unterschiedliche Menschen kennengelernt.      Überlebenskünstler, Vagabunden, 08/15 Touris, Geschäftsleute, andere Rucksackreisenden, Bauernfänger, Chaoten, verschlossene wie offene Menschen, Menschen mit wachen fragenden Augen und Leuten, denen alles gleichgültig scheint. Ich habe Gastfreundschaft erfahren und Freundschaften geschlossen. Überall trifft man auf interessante Typen aber natürlich auch auf sehr langweilige Gesellen. Ich komme immer gut alleine klar aber ich wußte es jedes Mal zu schätzen, wenn man jemanden getroffen hat mit dem man auf gleicher Längenwelle liegt. Wenn man gemeinsam einen  Berg erklimmt, eine Stadt kennenlernt oder zusammen ein Nacht zum Tag macht, entstehen Geschichten, die man dann zurück in der Heimat gerne wieder rausholt.

Wer eine Weltreise macht kommt mit einer anderen Sichtweise und einer veränderten Einstellung zu den wesentlichen Dingen im Leben wieder zurück. Um ein Standard-Zitat zu bemühen:"Reisen bildet", wie Goethe so trefflich festgestellt hat, aber nicht allein den Geist sondern auch den Charakter. Nicht nur, dass man auf Reisen natürlich eine Menge über die Lebensbedingungen anderer Menschen, ihre Arbeit, ihre Denke und Weltanschauung erfährt. Ich habe auch viel über mich selbst gelernt. Die wichtigste Erkenntnis ist sicherlich die, dass man auf einer so langen Reise nicht mehr benötigt, als das was man im Rucksack mit sich herumschleppt. Wer hätte gedacht, dass man keinen Videorekorder benötigt, um glücklich zu sein. Auch die CD-Sammlung im eigens dafür gekauften Schrank     wird nicht vermisst. Die große Herausforderung eines jetten, der eine Weltreise plant ist die Reduzierung der Ausrüstung auf die Dinge, die man wirklich braucht. Aber was brauche ich, was nehme ich mit? Bis auf einige Ausnahmen wird jeder Inhalt eines Rucksacks ähnlich aussehen. Schlafsack, Bekleidung, Hygieneartikel, wahrscheinlich eine Kamera, ein Reiseführer, vielleicht ein Buch und sofern man ein Naturbursche bzw. ein Naturmädel ist darf das Zelt und der Campingkocher nicht fehlen. Ich glaube, dass ist mit ein Grund, warum es so leicht fällt mit      anderen Rucksacktouris ins Gespräch zu kommen. Ohne sich jemals zuvor gesehen zu haben, hat man das Gefühl man kennt ein wenig den Anderen. Man teilt die selbe Leidenschaft für das Reisen und schon von weitem erkennt man den großen, im Durchschnitt 18-20 kg schweren Buckel, der wie ein Rauchzeichen signalisiert: hier kommt ein globetrotter ! Das kann auf stark frequentierten Wanderrouten, wie z.B. in den National Parks Neuseelands, auch schon mal etwas nervig sein alle 5 Minuten eine Gruppe von entgegenkommender "backpacker" zu grüßen, aber erstens ist man aus dem gleichen Grund hergekommen, wie die anderen nämlich die Freude am Naturerlebnis und     zweitens besteht immer die Möglichkeit, dass man die Hilfe der anderen benötigt.

Das Internet hilft mir heute nicht nur mit den Freunden und Bekannten in der ganzen Welt Kontakt zu halten sondern ist natürlich auch auf einer Langzeitreise ein Hilfsmittel, das ich nicht mehr missen möchte. Internetcafés gibt es mittlerweile auch in der südlichsten Stadt der Welt in Ushuaia in Feuerland. Emails lassen sich leichter verschicken als Postkarten, Onlinebanking ist komfortabler als immer diese Zettelwirtschaft und auch das Wetter von seinem nächsten Reiseziel gibt's nirgends so schnell und detailliert wie im World Wide Web.

Wer eine eigene Weltreise plant und auf der Suche nach Infos ist oder wer einfach nur den Reisebericht über die einzelnen Stationen meiner Reise lesen möchte den kann ich nur herzlich einladen bei mir vorbeizuschauen. Es erwarten Euch Infos zu den Themen "beste Jahreszeit", Krankenversicherung, und natürlich der Bericht mit einer Vielzahl an stimmungsvollen Fotos

Euer Achim

Text/ Fotos Achim Schaffrinna

 

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